HEIZPUNKTE
Jedes Jahr, wenn es kalt wird, richtet die christliche Mission „Neues Leben“ mobile Wärmestuben ein. Für Menschen, die aufgrund schwieriger Lebensumstände auf der Straße leben, sind diese Zelte nicht nur eine vorübergehende Unterkunft, sondern ein echter Rettungsanker und ein Ort, an dem sie Wärme, Unterstützung und Hoffnung auf Besserung finden können. Was bieten die Wärmestuben? Angesichts der winterlichen Kälte ist jedes Zelt mit allem ausgestattet, was für das grundlegende Überleben und den Komfort notwendig ist. Im Inneren erwarten die Menschen: Wärme und Erholung: Es gibt Öfen, Tische, Bänke und bequeme Schlafplätze, wo man sich aufwärmen und ruhig schlafen kann. Warme Mahlzeiten: Täglich erhalten die Besucher warme Mahlzeiten und Tee, um neue Kraft zu tanken. Grundversorgung: Die Mission stellt saubere und warme Kleidung und Schuhe für diejenigen bereit, die diese benötigen. Medizinische Hilfe: Vor Ort kann man erste medizinische Hilfe erhalten und bei Bedarf an ein Krankenhaus überwiesen werden. Seelsorgerische Unterstützung: Jeden Abend teilen Geistliche und Pastoren ihre Zeugnisse und das Wort Gottes. Das regt die Menschen dazu an, über Veränderungen nachzudenken, und viele entscheiden sich, in Sozialanpassungszentren zu gehen, um ein neues Leben zu beginnen. Wie und wo funktioniert das? Ähnliche Stationen gibt es jedes Jahr in Odessa, Kiew und Saporischschja. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Dienst für Notfälle (DSNS) und der örtlichen Polizei sind sie rund um die Uhr in Betrieb. Je nach Standort und Wetterbedingungen besuchen täglich zwischen 50 und 300 Personen eine Station. Station der Unzerbrechlichkeit Neben den traditionellen Wärmestationen für Obdachlose hat die Mission mit Beginn des umfassenden Krieges eine große „Station der Unzerbrechlichkeit” auf dem Kulikowe-Feld-Platz in Odessa eingerichtet. Das riesige Zelt bietet Platz für 150 Personen. Einheimische und Vertriebene können sich hier aufwärmen, ihre Telefone aufladen, kostenloses WLAN nutzen, heißen Tee mit Keksen trinken und sich auch während der längsten Stromausfälle sicher und geborgen fühlen. Beeindruckende Statistiken aus 12 Jahren Arbeit: 115.000 Menschen erhielten lebenswichtige Unterstützung. 601.310 Portionen warme Mahlzeiten wurden an hungernde Menschen verteilt. 130.000 Liter heißer Tee wärmten die Erfrorenen. 80.236 Menschen wurden einer Fluorographie und einem HIV/AIDS-Test unterzogen. 4.620 Menschen erhielten vor Ort erste medizinische Hilfe, 1.615 wurden ins Krankenhaus eingeliefert. 3.412 Menschen wurden dazu inspiriert, ihr Leben zu ändern, und begaben sich in soziale Rehabilitationszentren, um einen Kurs zu absolvieren. Diese Zelte sind nicht nur ein Ort, an dem man sich vor der bitteren Kälte schützen kann. Für viele sind sie ein Ort, an dem sie Liebe finden und den Weg aus der Hoffnungslosigkeit zurück ins Leben finden.