SOLANGE DER KRIEG ANDAUERT, BACKEN SIE BROT FÜR DIEJENIGEN, DIE ES HEUTE BESONDERS DRINGEND BRAUCHEN

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Der Krieg hat das Leben Tausender ukrainischer Familien verändert. Manche haben ihre Arbeit verloren, andere ihr Zuhause, wieder andere waren gezwungen, ihre Heimatstadt zu verlassen. Für viele Menschen sind gewöhnliche Dinge des Alltags, über die man früher kaum nachdenken musste, heute zu einer Frage des Überlebens geworden.

Sogar Brot.

Deshalb wird in der Bäckerei der Christlichen Mission „Neues Leben“ weiterhin Sozialbrot für Menschen gebacken, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.


Von außen mag es so aussehen, als bestehe ein Brotlaib lediglich aus Mehl, Wasser, Hefe und einigen Stunden Arbeit des Backofens.

Doch in Wirklichkeit steckt hinter jedem Brot viel mehr.

Zuerst müssen die Zutaten vorbereitet, der Teig geknetet und genügend Zeit zum Aufgehen eingeplant werden. Danach wird der Teig portioniert, jedes zukünftige Brot von Hand geformt, erneut zum Aufgehen stehen gelassen und erst anschließend in den Ofen geschoben.

Das fertige Brot muss herausgenommen, abgekühlt, verpackt und für die Weitergabe an die Menschen vorbereitet werden.

Es ist ein langer Prozess, den man nicht beschleunigen kann.

Brot braucht Zeit.

Und jemand schenkt diese Zeit freiwillig.


In der Bäckerei arbeiten Freiwillige.

Sie erhalten für diese Arbeit keinen Lohn. Sie kommen einfach, weil sie wissen: Irgendwo in ihrer Nähe gibt es einen Menschen, der heute Hilfe braucht.

Jemand knetet den Teig. Jemand formt die Brote. Jemand arbeitet am Ofen. Jemand trägt schwere Kisten mit frisch gebackenem Brot.

Stunde für Stunde.

Brot für Brot.


Wenn ein Mensch schließlich ein fertiges Brot erhält, weiß er vielleicht gar nicht, wie viele Hände an diesem Teig gearbeitet haben und wie viel Zeit investiert wurde, damit dieses Brot in seine Hände gelangen konnte.

Doch genau darin liegt der wahre Sinn freiwilliger Hilfe.

Zu helfen, auch wenn diejenigen, denen man hilft, einen vielleicht niemals sehen werden.

Während des Krieges hat eine solche Unterstützung eine besondere Bedeutung. Hinter jedem Menschen, der Sozialbrot erhält, kann eine eigene schwierige Geschichte stehen: der Verlust der Arbeit, eine Evakuierung, Einsamkeit im Alter, eine Behinderung, eine große Familie oder einfach ein weiterer Monat, in dem das Geld nicht bis zur nächsten Zahlung reicht.

Manchmal beginnt Hilfe nicht mit etwas Großem.

Manchmal beginnt sie mit einem frischen Laib Brot.


In diesem Brot stecken Mehl, Wasser und Arbeit.

Aber darin steckt auch etwas, das man auf keiner Waage wiegen kann.

Die Zeit der Menschen.

Ihre Kraft.

Und ihre Liebe zu Menschen, denen sie vielleicht niemals persönlich begegnen werden.

Deshalb ist Sozialbrot mehr als nur Nahrung.

Es trägt eine einfache menschliche Botschaft:

„Du bist nicht allein. Wir denken an dich.“

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